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Steinbeere

(Rubus saxatilis)

V — VII Home steinige Gebüsche, lichte Wälder
10 — 25 cm indigen LC
Rubus saxatilis
Synonyme: Cylactis saxatilis, Felsen-Himbeere. Hemikryptophyt, sm-sa. Die Steinbeere treibt jedes Jahr neue krautige Blühtriebe aus. Die Kronblätter sind weiß und überragen die Kelchblätter nicht. Die Schösslingslaubblätter sind 3-zählig. Die Blättchen sind grob gekerbt-gesägt. 2 — 6 glänzend rote Steinfrüchte hängen kaum zusammen. Sie sind wohlschmeckend (Lit). Die Art kommt in allen österreichischen Bundesländern außer Wien und Burgenland vor. Zerstreut kommt sie im alpinen Raum vor. In der Böhmischen Masse und im pannonischen Raum ist sie vom Aussterben bedroht, im nördlichen Alpenvorland stark gefährdet (Lit). Weltweite Verbreitung und Gefährdung siehe Royal Botanic Gardens KEW.
 
Rubus saxatilis
 
 
Rubus saxatilis
Aufnahmen: 12.08.2008 beim Almsee
 
Habitus
Aufnahme: 03.07.2023 Bernerau

Wikipedia

Aus der Flora von Oberösterreich 1885

"1445. R. saxatilis L. (Felsen-Himbeere. — Steinbeere.)
Laufstengel bis 5' lang, liegend, ausläuferartig, dünn, wenigverholzend, fast bis an die Basis absterbend, sammt den 1—5" langen Blüthenstengeln und den grundständigscheinenden Aesten stumpfkantig und unbereift, sammt Blatt- und Blüthenstielen mehr minder behaart, feinstachelig oder wehrlos. Blätter sämmtlich 3schnittig. Abschnitte ei- oder rautenförmig, ungleich doppeltgesägt, spitz oder zugespitzt, gleichfärbig, beiderseits grasgrün, oberseits kahl, unterseits zerstreutbehaart. Blüthen in aufrechten, armblüthigen, doldenförmigen Doldentrauben. Kelchzipfel zurückgeschlagen. Kronblätter beiläufig 1,5''' lang und 0,5''' breit, länglichlineal, aufrecht, weiss. Fruchtboden scheibenförmig. Früchte aus 2 — 4 verhältnissmässig grossen Steinfrüchtchen zusammengesetzt, hochroth, glänzend, kahl, herbe und sauer schmeckend.
Mai — Juli


In der höheren Waldregion der Kalkgebirge und Voralpen bis zum Krummholze der Alpen an schattigen, steinigen Orten gemein. Am Almkogel bei Weyer. Im Krummholze des hohen Nocks bei Molln. Bei Leonstein. Am Georgenberg und auf der Gradalpe bei Michldorf. Am Wege von der Polsterlucken zur Polsteralm. Am grossen und kleinen Pyrgas, Pyhrn und den nächsten Anhöhen um Spital. Am Wege vom Gleinkersee zur Lackneralm. Massenhaft in Nähe der Stubwiesalm (Oberleitner). Auf der Speikwiese. An Abhängen südlich vom Laudachsee. Am Aufstiege von der Lahnastiege zum Traunstein und von Ebensee zum Kranabittsattel. Auf den meisten Bergen um Mondsee, am Schafberge, Steingebirge. Da diese Art (nach Schrank) von P. Hunger im Böhmerwalde und von Dr. Waltl im bairischen Walde gefunden wurde, dürfte sie wohl auch über Gneiss und Granit der Ausläufer jener Gebirge im nördlichen Mühlkreise zu
finden sein."

Aus: Duftschmid, J.: Die Flora von Oberösterreich, IV. Band (Seite 204), Linz 1885, Verlag Ebenhöchsche Buchhandlung.
Zum Ortsverzeichnis einiger der bei Duftschmid angegebenen Standorte

 

 Letzte Bearbeitung 03.09.2026

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